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AKTE R |VIDEOCLIP|
Ein deutsch-deutscher Krimi
von Mirko Böttcher|generation15+|90 Minuten|keine Pause

Ausgezeichnet mit dem Jugendmedienpreis DAS ROTE TUCH|mehr|
Nominiert für den IKARUS 2009

1985: Marko ist 17 als er sich in Budapest in einen West-Berliner Politiker verliebt. Marko ist Bürger der DDR, ein lebensfroher, eher unpolitischer junger Mann. Nun will ihn die Stasi zwingen, seinen Liebsten als IM zu bespitzeln.

1987: Marko sitzt – nach einem misslungenen Fluchtversuch – im Stasi-Knast Hohenschönhausen. Er hatte sich geweigert, für die Stasi zu arbeiten. Nun wird er unablässig verhört.

1999: Marko trifft im wiedervereinigten Deutschland seinen damaligen Stasi-Peiniger wieder. Der Alptraum kehrt zurück.

Der Autor, Regisseur und Schauspieler Mirko Böttcher erzählt in drei Teilen eine wahre Lebensgeschichte in eindringlichen Bildern und Dialogen. Der Zeitzeuge, der sich heute für die Opfer der SED-Diktatur einsetzt, steht für die Aufarbeitung des Themas Schüler_innen und Lehrer_innen im Gespräch zur Verfügung. Das Stück wird auf der STRAHL.Probebühne und in der Gedenkstätte Hohenschönhausen gespielt.

Interview mit Mario Röllig (Download, pdf)

Beitrag über AKTE R im Kulturradio von rbb vom 27.05.2009:

hören (mp3)

Spielorte:
STRAHL.Probebühne im Kulturhaus Schöneberg
Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen mit anschließender Führung mit Zeitzeugen

Kooperation Kulturring in Berlin e.V. und THEATER STRAHL BERLIN

Gefördert von:
Bundesstiftung Aufarbeitung

Bündnis für Demokratie und Toleranz

Förderverein Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen
VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie
Landesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehem. DDR

Unterstützt durch:
Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

ENSEMBLE

[Regie] Mirko Böttcher
[Bühne] Urs Hildbrand
[Kostüme] Annette Pach
[Musik] Thomas Lotz

[Marko Rohrbach] Sven Brormann
[Gottfried, Vernehmer II] Johannes Helmig
[Kontaktoffizier, Bauer, ungarischer Arzt, Major Arschkieker, Vernehmer I, Kollege] Marin Caktas
[Musiker, Grenzpolizist, Wärter] Thomas Lotz

[Theaterpädagogik]
Karen Giese

ZUSCHAUERSTIMMEN

AKTE R auf Tour: Leipzig, 28. Oktober 2009
„Herzlichen Dank, dass wir diese hervorragende Veranstaltung miterleben durften. Unsere, ja schon recht erwachsenen Podologen und wir, sind total begeistert. Sowohl vom Stück, als auch vom anschließenden Auftritt des Dargestellten. Zitat von Schüler_innen: ‚... beeindruckend und richtig cool, wenn man die echte Person so erleben kann.’ Für unsere Schüler war es der absolute Höhepunkt unserer Projektarbeit zum zwanzigsten Jahrestag des Mauerfalls. Wir Lehrer sind sehr froh, dass wirklich alle Schüler sehr angetan waren.” Henriette-Goldschmidt-Schule, Leipzig

„Möge das Stück oft und an vielen verschiedenen Orten gespielt werden! Ein ‚Pflichtstück’ für Schulen und junge Leute.”

„Sehr gute Aufführung, gute Schauspieler und eine sehr berührende Geschichte.”

„Diese Geschichte muss erzählt werden.”

„Notwendige Geschichte, klasse inszeniert und mehr als sauber gespielt.”

„Sehr beeindruckend.”

„Sehr authentisch, ein Augenzeuge! Schauspielerisch einfach super.”

„Ich bin begeistert und hoffe auf optimale Verbreitung!”

„Ja, so war es!”

PRESSESTIMMEN

„(...) sehr zu empfehlen als Einblick in einen wichtigen Aspekt jüngerer Geschichte ab 15.” blz, 12/2008

„’Akte R’ ist ein intensives Theatererlebnis. Die drei Schauspieler und selbst der Musiker Thomas Lotz spielen hervorragend in wechselnden Rollen und Kostümen. Die bewegten Diskussionen am Ende jeder Vorstellung zeigen, dass dieses Stück dringend notwendig und längst überfällig war, damit die schleppende Aufarbeitung der deutsch-deutschen Geschichte vorangetrieben wird. Und das Martyrium der Stasi-Opfer in Erinnerung bleibt.” Siegessäule, Dezember

„’Akte R’ ist als Diskussions-Grundlage für einen lebendigen Schulunterricht dringend zu empfehlen, es ist äußerst spannend und hautnah und brillant gespielt.” www.spielart-berlin.de, 29.11.2008

„In drei Akten gibt Regisseur Mirko Böttcher mit einfachsten Mitteln sehr detailgetreue und bewegende Einblicke (...) Eine wichtige Rolle nimmt dabei die Musik ein, die die Zuschauer in Kombination mit der erstaunlichen Präsenz der Schauspieler und der einfachen, aber beeindruckenden Kulisse in eine Stimmungsbad der Gefühle versetzt und derart fesselt, dass das Ende eine überwältigende Wirkung hat. ‚Akte R’ ist ein eindrucksvolles, geschickt inszeniertes und sehenswertes Theaterstück.” Berliner Zeitung, 10.11.08

„Böttcher hat Rölligs Schicksal in drei Akte geteilt, die auf einer sehr flexiblen und daher für Gastspiele gut geeigneten Bühne von Urs Hildbrand daher kommen. (...) Den Schauspielern gelingt es, dem Publikum eine Ahnung davon zu vermitteln, was es hießt, in die Fänge der Stasi zu geraten. Wenn Schulen im Geschichtsunterricht bei der jüngsten Zeitgeschichte angekommen sind, dann sei ihnen der Besuch dieser Inszenierung dringend empfohlen.” Oranienburger Generalanzeiger, 12.11.08

„Das Ungeheuerliche wird authentisch und beklemmend gezeigt. Sven Brormann spielt Marko fiebrig, durch Schlafentzug, totale Isolation und Kontrolle zermürbt, kurz vor dem Zusammenbruch. (...) Schnelle, rasante Sequenzen mit fliegenden Rollenwechseln von Johannes  Helmig und Marin Caktas intensivieren die bedrohliche Atmosphäre rund um Marko. Man weiß nie, was als nächstes passieren wird. Die Sounds und harten Gitarrenriffs von Thoams Lotz verleihen der  Inszenierung zusätzliche Dramatik. Starke neunzig Minuten, die fast vergessenes Unrecht mit einem Paukenschlag ins kollektive Gedächtnis zurückholen.” Berliner Morgenpost, 14.11.08

Verliebt in Hohenschönhausen
Mario Röllig, 40, ist eines der letzten Opfer der Stasi. Vor gut 20 Jahren scheiterte sein Versuch, aus der DDR zu fliehen. Drei Monate und drei Tage saß er als "Häftling 328" im Stasiknast Hohenschönhausen, weil er einen Mann aus dem Westen liebte. "Ich war kein Held", sagt Röllig. "Ich war einfach verliebt."

Ein Gedanke hat Mario Röllig durchhalten lassen: "Er wartet auf mich." An einem trüben, nassen Vormittag, es ist der 9. März 1988, hat sein Warten ein Ende. Röllig steht vor dem Gartentor einer gepflegten Villa in Berlins Nobelviertel Grunewald. Die hohen Bäume strecken ihre Winteräste in den Himmel, es ist kalt. Er holt tief Luft, sein Atem dampft, er drückt den Klingelknopf. Eine junge Frau öffnet die Tür. Sie blickt ihn fragend an. Er nennt seinen Namen. Sie dreht den Kopf: "Vater, kannst du mal kommen?" Dann steht sein Geliebter vor ihm. Im Bademantel, sehr bleich. Röllig begreift. Sie blicken einander wortlos an. Mario Röllig dreht sich um und geht. (...) Morgenpost|Ganzen Beitrag lesen

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