Jugendtheater: Am Ende ist man immer nur wer anderesJugendtheater: Am Ende ist man immer nur wer anderesJugendtheater: Am Ende ist man immer nur wer anderesJugendtheater: Am Ende ist man immer nur wer anderesJugendtheater: Am Ende ist man immer nur wer anderesHannah Biedermann und Azar Mortazavi

Regisseurin: Hannah Biedermann,
Autorin: Azar Mortazavi

Comedia Colonia Theater gGmbH, Köln

Uraufführung am 24. Juni 2014

Am Ende ist man immer nur wer anderes|VIDEOCLIP|
Eine Suche zum Thema Sexualität
Konzept und Regie: Hannah Biedermann
Text: Azar Mortazavi und Ensemble
Koproduktion mit COMEDIA Theater, Köln
generation 14+|80 Minuten|keine Pause

'Am Ende ist man immer nur wer anderes' gewinnt den Jugendjury-Preis beim Wildwechsel Festival 2015.
Aus der Begründung der Jugendjury: „Es war sehr beeindruckend wie mit dem offiziellen und doch intimen Thema umgegangen wurde. Darüber hinaus war es ein sehr lebendiges und doch anderes Theatererlebnis mit sehr schönen Momenten.”

Was ist erlaubt, was verstaubt, was, wenn wer glaubt? Wer, wenn nicht du, weiß, wer du bist?

Auf Plakatwänden, in Zeitschriften, in Film und Fernsehen oder Computerspielen - Nacktheit scheint kein Tabu mehr zu sein und jede_r glaubt zu wissen, wie es geht, die Sache mit dem Sex. Vier Schauspieler_innen stellen Fragen, die man sich nur schwer ehrlich zu beantworten traut. Sie begeben sich auf die Suche nach Geschichten hinter den Fassaden und nach dem Raum, in dem Anderssein möglich ist.

Ein Theaterstück über den Umgang mit Sexualität zwischen Freiheit und Regeln, Privatheit und Öffentlichkeit, Moral und Religion, Herkunft und Kultur.

Aus Recherchematerial, O-Tönen von Jugendlichen, der eigenen Erinnerung, aus Studien und Zeitungsartikeln entsteht ein Kaleidoskop von Lebenswelten.

Auf Anfrage
Expert_innengespräch zum Thema Sexualität –
in Kooperation mit dem Zentrum für sexuelle Gesundheit und Familienplanung sowie Pro Familia

Themen

  • Sexuelle Orientierung
  • Identität
  • Religion
  • Familie

Angebote

  • Begleitmaterial für den Unterricht (pdf)
  • Nachgespräch mit den Schauspieler_innen
  • Expert_innengespräch in Kooperation mit dem Zentrum für sexuelle Gesundheit sowie Pro Familia
  • Theaterpraktische Workshops
  • Theatertag

Regisseurin: Hannah Biedermann

ist 1982 in Bonn geboren. Ihr Weg nach dem Abitur führte sie zunächst auf die Schauspielschule Theater der Keller in Köln (2003-2005), später dann an die Universität Hildesheim. Dort schloss sie im Oktober 2010 ihr Studium der Szenischen Künste mit Diplom ab.

2007 gründete sie die Theatergruppe pulk fiktion, mit der sie bis heute drei Eigenproduktionen (ein stück autokino, Efraims Töchter und Der Rest der Welt) für Kinder- und Jugendliche verwirklichte, die zu diversen nationalen und internationalen Festivals eingeladen wurden.

Mit der neuen Produktion, Papas Arme sind ein Boot, (2013) setzte sie sich erstmals mit einer Bilderbuchvorlage auseinander.

Als Theaterpädagogin war sie beispielsweise für die Spurensuche 8 tätig, leitete zwei Theaterkurse für Menschen mit Behinderung an der Volkshochschule Hildesheim 2007 – 2009 und war Workshopleiterin für das Theaterhaus Jena, das OFFroad Festival in Bonn und das No Go – Labor am Theater Göttingen.

Sie arbeitete auf Festivals z.B. als Jurorin beim Bundestreffen Jugendclubs an Theatern 2007/2008 und 100Grad Berlin 2011, als Marketingleitung bei Augenblick mal! 2011 und ist derzeit in der künstlerischen Leitung der SPURENSUCHE – bundesweites Treffen der freien Kinder- und Jugendtheater.

Als freiberufliche Regisseurin inszenierte sie Die Geschichte von Lena am Theater Marabu (2011), Soweit ich mich erinnern kann, war ich immer schon da – Eine Momo Erzählung am KinderTheaterHaus Hannover (2012) und das Recherchestück NEBEN MIR am Jungen Staatstheater Karlsruhe (2012). Als Schauspielerin und Videokünstlerin wirkt sie an der Produktion Schwester von Jon Fosse am Theater Marabu (eingeladen zu AUGENBLICK MLA! 2013 und nominiert für den FAUST 2013) mit.

Seit Mai 2013 ist sie Dramaturgin und Regisseurin am COMEDIA Theater in Köln.

Beim 30. Theatertreffen NRW für junges Publikum WESTWIND erhielt Hannah Biedermann den 1. Preis für die Inszenierung „Papas Arme sind ein Boot“.

Autorin: Azar Mortazavi

geboren 1984 in Wittlich/Rheinland-Pfalz, studierte Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim.

2008 nahm sie an dem internationalen Theatertreffen „Festival of young European Playwrights“ in Utrecht teil.

Für ihr Stück TODESNACHRICHT (UA: 13.01.2011, Pfalztheater Kaiserslautern) wurde sie im April 2010 mit dem Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis ausgezeichnet.

Im Oktober 2011 wurde ihr Kurzdrama HIMMEL UND HÖLLE beim 1. Karlsruher Dramatikerfestival am Badischen Staastheater gezeigt.

Anfang 2012 wurde ihr der exil-Dramatikerinnenpreis der wiener wortstaetten zugesprochen, der mit einem Werkauftrag verbunden ist.

Mit ihrem zweiten Stück ICH WÜNSCH MIR EINS (UA: 7.12.2012, Theater Osnabrück, Regie: Annette Pullen) wurde Azar Mortazavi zu den Mülheimer Theatertagen und zu den Autorentheatertagen Berlin 2013 eingeladen.

Sie entwickelte gemeinsam mit der Regisseurin Christine Umpfenbach das Stück URTEILE, das im April am Münchner Residenztheater Premiere hatte.

Für Theater STRAHL schreibt Azar im Mai/Juni 2014 gemeinsam mit dem Ensemble den Text zu „Am Ende ist man immer nur wer anderes. Eine Suche zum Thema Sexualität.“