Jugendtheater: DAS ZWEITE MAL
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Der Welt ins Gesicht lachen!
Ann-Marleen Stöckert ist die neue Theaterpädagogin bei THEATER STRAHL

Gerade saß sie noch in Seminarräumen der Uni und schreibt jetzt ihre Diplomarbeit in Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis an der Universität Hildesheim, doch nun brennt Ann-Marleen Stöckert darauf, aktiv Neues umzusetzen. Seit April ist sie leitende Theaterpädagogin bei THEATER STRAHL: „Mir geht es um Partizipation und Aktion, um Jugendliche mit leuchtenden Augen, die was bewegen wollen und es dann auch tun!” Denn, so Ann-Marleen Stöckert, in der Pubertät beginne die Auseinandersetzung mit sich und der Welt – und damit die Möglichkeit, sie zu bewegen.... Deshalb ist ihr die Arbeit mit Jugendlichen und deren Beteiligung am aktuellen künstlerischen Geschehen sehr wichtig. Denn mit Hilfe von Theatererfahrungen und durch kulturelle Bildung ganz allgemein könnten Jugendliche Wichtiges für ein Leben in modernen Gesellschaften erlernen: Selbstständigkeit, Kommunikationsstärke und soziales Verhalten.

Mein erster Kuss
Für THEATER STRAHL begleitet Ann-Marleen Stöckert die neue Inszenierung „Wie überlebe ich meinen ersten Kuss,” die am 7. Juni Premiere hat: Im Zentrum des Stücks steht Rosa, die mitten in der Pubertät steckt. Das bedeutet Gefühlschaos, Stress mit den Eltern, Schuleschwänzen, ausgedrückte Pickel und natürlich - den ersten Kuss: „Es geht um das Suchen von Identität, um Vertrauen und Lügen, Coolness und Maskerade in reeller und medialer Welt. Und darum, dass man letztendlich seine Geschichte selbst schreibt!” Eine Premierenklasse wird den Inszenierungsprozess über mehrere Wochen miterleben und auch einen eigenen kleinen künstlerischen Beitrag leisten können. Daneben wird es Nachgespräche mit den Schauspieler_innen und der Regisseurin sowie theaterpraktische Workshops zum Stück geben, die bei THEATER STRAHL künftig kostenlos angeboten werden.

Voller Energie
Ihre eigenen Theatererfahrungen als Teenager haben sie und ihre theaterpädagogischen Ideen sehr geprägt: „Nach den Proben bin ich oft voller Energie auf dem Fahrrad nach Hause gerast und habe der Welt ins Gesicht gelacht.” Sie vereint die Erfahrung auf der Bühne mit der Arbeit hinter der Bühne in Dramaturgie und Regie, nicht nur im Theater sondern auch bei Film und Fernsehen. Ann-Marleen Stöckert studierte in Deutschland, in den Niederlanden an der Universität Maastricht und an der Hochschule für Darstellende Kunst in Málaga, Spanien. Zuletzt hat sie sowohl in der Theaterpädagogik am GRIPS Theater Berlin als auch als freie Autorin und Regisseurin für das ZDF gearbeitet. In der Theaterarbeit gilt ihr Interesse Inszenierungsformen, die verschiedene mediale Elemente und Einflüsse anderer Kunstformen und Genres aufnehmen.

Theater als Gegengift
„Ich begreife das Theater als einen Ort, wo ein Gegengift gegen das gesellschaftlich sich zu etablieren drohende ‚TINA-Syndrom’ (‚There Is No Alternative’) entwickelt werden kann.” Deshalb will Ann-Marleen Stöckert eine Theaterpädagogik, die Lust auf Theater macht, Zugänge schafft und Horizonte erweitert. Vor allem aber will sie die Jugendlichen dort abholen, wo sie gerade sind – denn es geht schließlich um sie!

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