BLACK AND WHITE AIN'T NO COLOURS - SCHWARZ UND WEIß SIND KEINE FARBENBLACK AND WHITE AIN'T NO COLOURS - SCHWARZ UND WEIß SIND KEINE FARBENBLACK AND WHITE AIN'T NO COLOURS - SCHWARZ UND WEIß SIND KEINE FARBENBLACK AND WHITE AIN'T NO COLOURS - SCHWARZ UND WEIß SIND KEINE FARBENBLACK AND WHITE AIN'T NO COLOURS - SCHWARZ UND WEIß SIND KEINE FARBENIYASA
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BLACK AND WHITE ain't no colours
Kooperation THEATER STRAHL Berlin und IYASA Bulayawo, Simbabwe

Regie: Anna Vera Kelle 
Musikalische Leitung/Komposition: Innocent Nkululeko Dube
generation13+
Premiere: 29. Juni 2017, 19.30 Uhr, STRAHL.Halle Ostkreuz

Projektbeschreibung
Welche inneren Bilder nehmen wir mit, wenn wir auf Reisen gehen? Woher kommen diese Bilder? Wie verändern sich Einstellungen im Laufe von Begegnungen, welche Assoziationen werden bestätigt und welche werfen wir über Bord? Was von mir erkenne ich im Anderen wieder?

Ab April 2017 gehen THEATER STRAHL und die Kompanie IYASA aus Bulawayo, Simbabwe auf eine gemeinsame Reise an deren Ende eine Inszenierung steht, die Wahrnehmungs- und Deutungsmuster aufdeckt, Perspektivwechsel vornimmt und Gemeinsamkeiten sowie Gegensätze zulässt.

Im Zuge von Recherchephasen in beiden Ländern fließen Sichtweisen und Erfahrungen junger Menschen in den Produktionsprozess mit ein. Ausgehend von den kulturell geprägten künstlerischen und ästhetischen Arbeitsweisen der Kompanien werden neue Formen und eine gemeinsame „Farbe” für das transnationale Zusammenspiel gesucht. In Zeiten von neuen Mauern und politischer Abschottung setzen wir ein Zeichen für die Begegnung auf Augenhöhe.

Nach einem zehntägigen Aufenthalt des deutschen Teams im April in Bulayawo, kommen die Künstler aus Simbabwe im Mai nach Berlin. Die Uraufführung wird am 29. Juni 2017 in der STRAHL.Halle Ostkreuz stattfinden, sechs weitere Vorstellungen folgen. Im Oktober wird das deutsche Team nach Simbabwe reisen, um die Inszenierung vier Mal in Bulayawo im Rahmen eines Festivals auf die Bühne zu bringen.

Ensemble
Schauspieler_innen:
Isheanesu Caroline Dzvairo, Beate Fischer, Newman Trinidad Gondwe, Dorcas Ngwenya, Derek Nowak, Raphael Schmischke

Theaterpädagogik: Caroline Schließmann

Bühnenbild: Michael Ottopal
Kostüm: Lisa-Dorothee Franke 

Partner und Förderer
Goethe Institut Harare
Senatsverwaltung für Kultur und Europa

IYASA
IYASA ist Simbabwes vielfach preisgekrönte, 2001 gegründete Musik- und Schauspielschule für junge Menschen. Sie unterstützt und fördert die Interessen junger Musiker_innen, Tänzer_innen, Schauspieler_innen und Autor_innen. Der Name steht für „Inkululeko Yabatsha School of Arts = Freedom for Young People School of Arts”.
Die Kompagnie ist mit ihren anspruchsvollen Workshops, Trainings und Performances in Simbabwe sehr populär und ein integraler Bestandteil der Weiterentwicklung und Förderung der darstellenden Künste in Simbabwe. Mittlerweile ist IYASA auch ein künstlerischer Botschafter in die Welt und kooperiert zum Beispiel mit dem Jugendtheater Dschungel Wien oder dem österreichischen Festival Szene Bunte Wähne.
Mit ihren Shows und Performances bereisen IYASA Europa (Österreich, Serbien, Tschechien, Italien, Kroatien, Großbritannien), USA, Südafrika, Japan, Mexiko und viele Länder mehr. Die Performances der Gruppe sind professionell und überzeugen mit Musikalität und Rhythmus, aber auch mit inhaltlich anspruchsvollen Thematiken für junges Publikum. So gibt es Stücke die sich mit dem Thema Kindersoldaten beschäftigen („China K”), Ressourcenverteilung („Girafika”) oder Wertevermittung („As long as we are together”). IYASAs Hauptsitz ist im Zentrum der Metropole Bulayawo.

Theaterpädagogisches Begleitkonzept
In Berlin/Deutschland und Bulaywao/ Simbabwe wird es begleitend zur Produktion einen künstlerischen Austausch zwischen zwei Gruppen junger Menschen geben. In diesem Austausch geht es um die Frage, wie entstehen Vorstellungen über andere Länder und Kulturen, wie kreieren wir Klischees und Vorurteile, ob positiv oder negativ.

Alle Teilnehmer_innen suchen nach Objekten, die symbolisch für etwas stehen, das sie Zuhause nennen, tragen sie in der Gruppe zusammen und suchen die für sie relevantesten und repräsentativsten heraus. Gemeinsam wird ein Koffer für die gesammelten Objekte gestaltet, der auf die Reise in das jeweils Land, in die jeweils andere Stadt geschickt wird.

Für die Gruppe, die den Koffer erhält, werden die Objekte darin zum Starting Point für eine Recherche.
Die fremden Objekte sollen erkundet, befragt und erforscht werden, aber vor allem auch Anlass sein, um über deren Herkunft zu fabulieren und Leerstellen mit Fantasie zu füllen. Auf diese Art entsteht zu jedem Objekt eine Geschichte, in der sich Fakten und Fiktion verbinden und die dabei möglicherweise auch Aufschluss über stereotype Vorstellungen und Klischees gibt.
Aus dieser Arbeit heraus entwickeln beide Gruppe eine szenische und interaktive Ausstellung, Die Objekte werden transformiert zu Exponaten, die nicht stumm ausgestellt werden, sondern eine Stimme in den jungen Darsteller_innen finden und vom Publikum befragt werden können. Im Dialog mit den Darstellern werden die Zuschauer_innen eingeladen, eigene Fragen zu stellen. So werden sie ebenfalls zu Protagonisten der Exponate und ihrer Geschichte.

 

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