Michael Steindl, Theater Duisburg
|zurück zur Übersicht|

Alleinstellungsmerkmal im Ruhrgebiet
Interview mit Michael Steindl, künstlerischer Leiter Schauspiel Theater Duisburg

Herr Steindl, seit wann gibt es Kooperationen des Theater Duisburg mit THEATER STRAHL BERLIN?
Unsere Zusammenarbeit begann 2007 mit dem Stück „KLASSE KLASSE”, das Theater Duisburg koproduziert hat. Als Haus ohne festes Ensemble sind wir immer auf der Suche nach Partnern und Projekten, die uns ein Alleinstellungsmerkmal in der Theaterregion Ruhrgebiet bieten. Michael Vogel, den Regisseur von „KLASSE KLASSE,” das sich um den Mikrokosmos Schule dreht, kannte ich schon aus früheren Projekten. Michael ist Mitglied der Company „Familie Flöz”, die für ihr sprachloses Maskentheater bekannt ist und schon öfters bei uns gastiert hat. Auch in „KLASSE KLASSE” tragen die Schauspieler Vollmasken.

Gibt es Pläne für weitere Koproduktionen?
Aktuell haben wir „52,3° NORD” gemeinsam produziert, ein Stück über das Fremdsein in Berlin, über Migration und kulturelle Identitäten. „52,3° NORD” hat jetzt im September in Berlin Premiere und wird dann im Frühjahr 2012 zu uns nach Duisburg kommen. Außerdem planen wir eine Fortsetzung von „KLASSE KLASSE”, die „KLASSE TOUR”.

Was schätzen Sie an der Zusammenarbeit mit THEATER STRAHL besonders?
Zuallererst das gute und interessante Programm! Gerade für die Altersgruppe 13+ ist es sehr schwierig, geeignete Stücke zu finden, mit denen man auch Hauptschüler für Theater begeistern kann. Mein Ziel ist es, auch in Duisburg ein Programm für junge Leute zu machen. Thematisch passen die Arbeiten sehr gut. Wir haben hier jedes Frühjahr ein Theaterfestival mit Themenbezug. Zum Thema „Arbeit” beispielsweise passte das Stück „KLASSE KLASSE” ganz hervorragend, ist doch die Schule Voraussetzung für das spätere Arbeitsleben und selbst Arbeit, was sich ja zum Beispiel in dem schönen Wort „Klassenarbeit” ausdrückt. Last but not least ist es der gute Draht zu Wolfgang Stüssel von THEATER STRAHL. Bei uns stimmte von Anfang an die Chemie, als wir uns bei den Proben zu „KLASSE KLASSE” kennenlernten. Es begann sofort ein intensiver Dialog, Basis für einen kontinuierlichen Prozess, bei dem neue und interessante Projekte entstehen.

Welche Art von Projekten könnten Sie sich darüber hinaus mit THEATER STRAHL vorstellen?
Ich selbst habe auch immer sehr viel Jugendarbeit gemacht, vor allem mit Jugendlichen im Alter von 16+. Es könnte spannend sein, die Jugendtheaterwerkstätten von STRAHL BERLIN und Duisburg in gemeinsamen Projekten zusammenzuführen. Sie könnten sich beispielsweise gegenseitig ihre Arbeiten zeigen. Aber das ist noch Zukunftsmusik!

|KLASSE KLASSE|Familie Flöz|52,3° NORD|KLASSE TOUR|

|zurück zur Übersicht|